Alles wird teurer, Hardware nicht. Während überall die Lebenshaltungskosten inflationär zu steigen scheinen, ist Multimedia-Technik heute so erschwinglich wie nie zuvor. Hinzu kommt, dass für immer mehr Funktionen immer weniger Geräte benötigt werden. Der Trend heißt kombinierte Technik.
Getmobile News, 29.8.2008
Computer, Laptops, Handys, Fernseher – alles, was mit Hightech-Hardware zu tun hat, wird seit Jahren immer billiger. Anlässlich der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin vom 29.8. bis 3.9.2008 teilte das Statistische Bundesamt (www.destatis.de) mit, dass alleine die Verkaufspreise für Fernsehgeräte von Juli 2007 bis Juli 2008 um durchschnittlich 18,8 Prozent gesunken seien. Seit 2005 beobachten die Statistiker sogar einen Preisrückgang von über 46 Prozent. Dies gelte, so die Experten, nicht nur für bestimmte Technologien, sondern beträfe sowohl Röhren- als auch Flachbildfernseher bzw. LCD-TV Geräte.
Flachbild-TV zu immer schlankeren Preisen
Der Preissturz bei Flachbildfernsehern wird vor allem darauf zurückgeführt, dass immer mehr Verbraucher in den letzten Jahren von Röhren- auf Flachbild- und Breitband-TV umgestiegen seien. Unter www.destatis.de steht schwarz auf weiß zu lesen, wie sich die Entwicklung vollzogen hat. Kauften noch 2005 nur rund 30 Prozent der Kunden Flachbild-Fernseher, sind es nach aktuellen Zahlen des Bundesverbandes Technik des Einzelhandels e. V. heute bereits etwa 90 Prozent, die ihr Geld in die neue Generation der TV Geräte investierten. Auch entschieden sich die Kunden für immer größere Geräte. Waren bei den Röhrengeräten vor allem Bildschirmdiagonalen von 70 bis 80 Zentimetern gefragt, sind die heutigen Verkaufsrenner vor allem Flachbildfernseher mit 32 bzw. 37 Zoll, also 81 bzw. 94 Zentimetern Bildschirmdiagonale. Auch das steigende Angebot an HD-Formaten von Blu-ray Discs oder digitalen Camcordern ließe immer mehr Verbraucher zum modernen Flachbild LCD TV greifen.
Interaktives Fernsehen: keine Zukunftsmusik mehr
Ähnliche, wenn nicht noch dramatischere Preiseinbrüche als im TV-Markt lassen sich auch bei Computern beobachten. Dabei könnte es sogar sein, dass beide Systeme – PC und TV, Fernsehen und Internet – schon in kurzer Zeit miteinander verschmelzen. Eine Stuttgarter Consulting-Firma (www.mm1-consulting.de) stellte ebenfalls zur IFA in Berlin ein neues System vor: TVEED – eine Wortschöpfung aus TV und Feed. Es handelt sich dabei um eine Software, die in TV-Empfängern installiert werden kann. TVEED verknüpft Fernsehprogramm und Internet, ohne dass die Fernsehsignale dafür verändert oder angepasst werden müssen. TV-Sender könnten TVEED-Kunden interaktive Inhalte als Ergänzung zu ihren Programmen bieten, wie etwa erweiterte Nachriten-Details auf Abruf oder Online-Produktbestellmöglichkeiten während eines Werbespots. Natürlich kann der Fernsehschirm mit TVEED auch als reiner Internet-Monitor benutzt werden. Was TV-Sendern neue Vermarktungskanäle erschließen könnte, böte für Verbraucher einen unschlagbaren Vorteil. Aus zwei wird eins, und statt PC und TV anschaffen zu müssen, wird dann nur noch ein einziges Gerät benötigt.

