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Imode – mobiles Multimedia-Portal für Mobiltelefone



So funktioniert Imode, das Internet für Mobiltelefone

Der Begriff „Imode“ bezeichnet einen Portaldienst für Mobiltelefone, der auf der Programmiersprache iHTML – einer Untergattung von HTML – basiert. Dieser Dienst ermöglicht eine an die Leistungsfähigkeit der Handys angepasste Darstellung von Internetinhalten auf dem Mobiltelefon und steht damit in direkter Konkurrenz zur „Wireless Application Protocol“-Technologie (kurz: WAP). NTT Docomo entwickelte Imode unter Leitung von Keiichi Enoki in Japan, wo der Dienst bereits bei seiner Einführung im Februar 1999 großen Anklang fand und auch heute noch von mehr als 52 Millionen Usern genutzt wird. Mit der Imode-Technologie haben die Nutzer Zugriff auf über 92.000 Imode-Internetseiten und können sich mit ihrem Mobiltelefon so auch unterwegs über News aus den Bereichen Politik, Sport und Wirtschaft informieren sowie sich an speziellen Unterhaltungsfeatures wie Chat, Dating und Spielen erfreuen. Sogar auf Stadtpläne und Routenplaner können Sie mit Imode zugreifen. Zudem bietet der Imode-Mail-Dienst die Möglichkeit, Nachrichten zwischen Mobiltelefonen oder zwischen Handy und PC zu versenden und zu empfangen.

In vielen Ländern ein Hit: Mobiltelefone mit Imode

Obwohl Imode als einer der erfolgreichsten mobilen Datendienste auf der ganzen Welt gilt und nicht nur in Japan eine große Nachfrage erfährt, konnte sich Imode in Deutschland nicht als führendes Multimedia-Portal gegenüber WAP durchsetzen. Zur Cebit 2002 führte der Netzbetreiber E-Plus den Imode-Dienst als erstes und einziges Mobilfunk-Unternehmen in Deutschland ein, stellte ihn im Jahr 2008 allerdings wieder ein. Begründet wurde die Absetzung damit, dass Imode nicht mehr in die Unternehmensstrategie gepasst habe, die sich vorwiegend auf den Massenmarkt richtet. Neben Japan nutzen aber dennoch viele weitere Länder das Multimedia-Portal Imode: So greifen beispielsweise in Singapur und Taiwan sowie in diversen europäischen Ländern wie den Niederlanden, Frankreich, Belgien, Italien und Spanien täglich viele Menschen auf das Portal zu.

Warum konnte sich Imode nicht in der hiesigen Mobiltelefonie behaupten

Die Ursachen dafür, dass sich Imode in Deutschland nicht behaupten konnte, sind vorwiegend in den hohen Kosten, den begrenzten Darstellungsmöglichkeiten sowie der Notwendigkeit eines speziellen Imode-Mobiltelefons zur Nutzung des Dienstes zu sehen. Das Aufkommen des Übertragungsstandards UMTS sowie die Erweiterung mittels HSDPA trugen ihr Übriges zu dieser Entwicklung bei. In Europa wurde zudem insbesondere die Hervorhebung eigener Portale angestrebt, während in Japan beispielsweise bereits seit der Einführung von Imode die Einnahmenteilung mit den Content-Anbietern im Vordergrund stand, sodass auch kleine Anbieter von der Entwicklung von Imode-Seiten profitieren konnten. Zum anderen nutzen in Japan deutlich mehr Menschen die Möglichkeit des mobilen Internets auf dem Mobiltelefon als wesentliche Informationsquelle, da sie sich viel häufiger und länger in öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen als Deutsche. In Deutschland hingegen bevorzugen Leute nach wie vor den heimischen Computer, um im Internet zu surfen.



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