Die meisten Smartphone-Nutzer wollen auch im Urlaub auf Ihrem Handy erreichbar sein, Schnappschüsse und Urlaubsgrüße auf Facebook stellen oder sich via GPS ins nächste Restaurant lotsen lassen. Doch was in Deutschland unbegrenzt und kostenfrei dank Flatrate möglich ist, kann im Ausland zur fiesen Kostenfalle werden. Damit die nächste Handyrechnung nicht in schwindlige Höhen steigt, gibt's von allen Netzbetreibern spezielle Roaming Optionen für's Ausland.
Den Wechsel in das ausländische Netz bemerkt man dadurch, dass der Name des fremden Netzbetreibers auf dem Display erscheint. Normalerweise erhält man auch eine SMS mit der Angabe der Roaming Kosten als Willkommensgruß.
Ein ausgehender Anruf aus dem Ausland, zum Beispiel wenn Sie sich in Italien befinden und nach Deutschland telefonieren, kann ohne eine Roaming-Option hohe Kosten verursachen.
Befinden Sie sich im Ausland und versenden eine SMS (ausgehend), kostet diese ein paar Cent extra. Eingehende SMS, die Sie im Ausland empfangen, sind meist kostenfrei.
Datenverbindungen im Ausland können zu sehr hohen Kosten führen. Eine Roaming Option mit Internet ist auf jeden Fall anzuraten. Tipp: Als weniger flexible Alternative können Sie auch in einem WLAN-Netz (z.B. in einem Café, fragen Sie nach dem Passwort) kostenlos ins Internet.
Gut zu wissen: Wenn Sie von Deutschland aus eine lokale (deutsche) Mobilfunkummer anrufen bzw. an diese eine SMS versenden, sich Ihr Gesprächspartner aber im Ausland befindet, so trägt dieser die Roaming-Kosten. Sie zahlen lediglich den Inlandspreis, da Sie ja nicht wissen können, dass sich Ihr Gesprächspartner im Ausland befindet.
Seit 2010 haben Urlauber im EU Ausland keine vierstelligen Rechnungen mehr zu befürchten. Denn die EU Kommission hat durchgesetzt, dass der Netzbetreiber die Datenübertragung stoppen muss und nichts mehr berechnen darf, wenn man 59,50 Euro erreicht hat. Bereits bei 80 Prozent der Kosten muss eine Warnung an den Kunden gesendet werden. Weitersurfen können Nutzer erst, wenn sie die Sperre selbst aufheben. Die persönliche Grenze kann auch jeder für sich selbst festlegen.
Seit 1. Juli 2012 wurden auch die Preisobergrenzen für Auslands-Telefonate gesenkt. Statt 35 Cent müssen nur noch 29 Cent pro Minute für Telefonate ins deutsche Netz bezahlt werden, jeweils ohne Mehrwertsteuer. Der Preis für einen ankommenden Handyanruf wurde von 11 auf 8 Cent pro Minute gesenkt. Für 2013 und 2014 sind weitere Preissenkungen vorgesehen.
Als kostengünstige und einfache Alternative schützen auch vorübergehende Prepaidkarten im jeweiligen Land vor hohen Roaming Kosten.