EDGE bringt höhere Datenübertragung
EDGE ist die Kurzbezeichnung für eine Technik zur Erhöhung der Datenübertragung im Mobilfunkbereich. Dieses geschieht mittels eines zusätzlichen Modulationsverfahrens. Mit diesem Verfahren werden in erster Linie die Datendienste von GPRS und HSCSD erweitert. Somit ist die Technik eine Weiterentwicklung von GSM, die sich mit geringem Aufwand in die Mobilfunknetze einbinden lässt. Manchmal wird EDGE als Zwischenschritt von UMTS angesehen, wobei es auch in ländlichen Regionen als UMTS-Ersatz dient. Dieser Dienst ist mittlerweile in vielen Ländern in ganz Europa verbreitet. In Deutschland wurde EDGE ziemlich spät eingeführt, erst im März 2006.
Mit EDGE ist es möglich, eine Datenübertragungsrate von 473Kbit/s zu erreichen. Im Vergleich hierzu sind mit GPRS nur 171,2Kbit/s möglich. Es ist sogar schon eine weitere Stufe geplant, die unter dem Namen „Evolved EDGE“ erscheinen soll. Damit soll eine Datenübertragung von 1200Kbit/s möglich sein. Nach dieser Ausbaustufe soll EDGE dann in der Lage sein, eine echte Alternative zu UMTS und HSDPA darzustellen. Die großen Mobilfunkbetreiber haben stets dafür gesorgt, dass EDGE weit verbreitet ist und werden diesen Standard auch immer weiter ausbauen.
