Am 26. Oktober 2012 wurde Microsofts neues Betriebssystem Windows 8 vorgestellt. Dieses werkelt nicht nur auf Desktop PCs bzw. Notebooks, sondern auch auf Tablet PCs, wie zum Beispiel auf den beiden Microsoft Surface Modellen. Die neue Oberfläche im stylischen Kacheldesign lässt sich somit sowohl mit der Maus als auch mit Fingern via Touchscreen bedienen.
Der Startbildschirm von Windows 8 präsentiert sich im übersichtlichen Kacheldesign, genannt Windows 8-style UI, und ist mit sogenannten einzelnen „Tiles“ gespickt. Klickt oder tippt man auf eine dieser viereckigen Info-Kacheln, hat man Zugriff auf Programme, Ordner oder Windows-Apps.
Die Tiles bieten unter anderem auch clevere Vorschaufunktionen. Zudem kann man diese ganz seinen persönlichen Bedürfnissen anpassen. Mit über 40 verschiedenen Mustern für den Startscreen lässt sich auch das Design in Windows 8 stärker individualisieren.
Mit zwei Monitoren kann man den Startscreen und den Desktop nebeneinander laufen lassen. Hat man nur einen Bildschirm, wechselt man über die Windows-Taste in die jeweils andere Microsoft-Welt.
Bei den Einstellungen dominiert die Farbe lila (Bild 2), überall findet man Schalter um bestimmte Funktionen für Apps ein- oder auszuschalten. Bei Touchscreens lassen sich diese einfach via Wischgeste bedienen.
Microsofts Ziel war nicht nur ein neues Design, sondern auch eine verbesserte, innovative Nutzeroberfläche, die sich flüssig und ruckelfrei bedienen lässt. Auch die Darstellung von Texten wird laut Microsoft um ein Vielfaches schneller erfolgen: So soll die Berechnung einer Seite um 150% schneller ablaufen als beim Vorgänger Windows 7.
Auch in puncto Geometrie-Berechnungen bzw. bei der Anzeige von geometrischen 2D-Figuren wird es erhebliche Verbesserungen geben. Davon profitieren vor allem Office-Anwendungen, mit denen man Tabellen, Diagramme oder Grafiken erstellt.
Auch hier gibt Microsoft eine noch deutlichere Leistungssteigerungen an: Die Werte haben sich teilweise im Vergleich zur Vorfängerversion in diesem Bereich sogar vervierfacht. Alles zusammen soll dafür sorgen, dass Windows 8 zwischen 30% und 70% schneller startet als Windows 7 und dass es weniger unfreiwillige Neustarts geben wird.
Microsoft's neues Betriebssystem kommt in unterschiedlichen Versionen. Während Windows 8 und Windows 8 Pro für PCs und Notebooks konzipiert sind, läuft die Windows RT Version auf Tablet PCs. Windows 8 ist die Standard-Version des Betriebssystems, welche alle Grundfunktionen von Windows enthält und sich ideal für den privaten Gebrauch eignet.
Die Pro-Version hingegen bietet zusätzliche Sicherheitsfunktionen. Die abgespeckte Version Windows RT ist auf Geräten mit ARM Prozessoren, also Tablet-PCs, bereits vorinstalliert und ist somit nicht im Laden käuflich. Auf Windows RT laufen allerdings keine normalen Desktop Anwendungen, dafür gibt es touchscreen-optimierte Office Programme.
Das neue mobile Betriebssystem hat einen Namen: Windows To Go. Dieses ist im Grunde ein ganz normales Windows 8, mit dem Unterschied, dass es nicht auf einer internen Festplatte im PC installiert wird, sondern auf einem USB-Stick oder einer externen Festplatte.
Somit hat man sein persönliches Windows 8 stets bei sich, der Windows-To-Go-Stick kann an den meisten fremden Rechnern gestartet werden. Allerdings steht dieses clevere Feature offiziell nur Firmen zur Verfügung, mit der sogenannten „Windows 8 Enterprise“ Version.